Naturerlebnis

Biber in Niederbayern: Geführte Tour zum Biberlebensraum "Bachwiese"

Biberlebensraum Bachwiese

Die sogenannte „Bachwiese“ liegt in unmittelbarer Nähe der Stadt Pfarrkirchen und bietet nicht nur der dortigen Bevölkerung eine wahre Erholungsoase. Als Teil des Privatforstbetriebs Thurnstein umfasst dieses Areal sowohl Alt- als auch Jungbestände mit einer besonderen Baumartenvielfalt. Ein besonderes Juwel auf der Bachwiese ist der auenartige Waldabschnitt entlang des sogenannten Madelbachs. Dieser Geländeteil gilt aus ökologischer Sicht als besonders wertvoll und beherbergt bereits seit einiger Zeit eine besondere Tierart: die Biber. In enger Zusammenarbeit mit den Forst- und Naturschutzbehörden wurde hier 2022 ein eigenes Schutzgebiet geschaffen, das den Bibern die Möglichkeit gibt, ungestört und besonders geschützt ihre Dämme zu erweitern und ihre Refugien zu gestalten. Diese atemberaubende Transformation des Lebensraums schafft gleichzeitig neue Lebensmöglichkeiten für zahlreiche andere Tiere und Pflanzen, sodass die Bachwiese zu einem blühenden Biotop und einem wahren Lehrwald wird.

Unsere Exkursionen bieten interessierten Naturliebhabern die Gelegenheit, von dieser einzigartigen Naturgestaltung zu lernen und die Schönheit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt hautnah zu erleben. Die Bachwiese zeigt uns eindrucksvoll, wie Mensch und Natur im harmonischen Zusammenspiel miteinander existieren können, und sie dient nicht nur als Biberlebensraum, sondern auch als Erholungswald für uns alle.

Kostenfreie Erlebnistouren durch den niederbayerischen Wald

Forstrevier Gern

Das Waldrevier „Gern“ liegt zwischen Pfarrkirchen und Brombach. Es dient nicht nur als idyllisches Naherholungsgebiet, sondern auch als eine lebendige Demonstration der Auswirkungen des Klimawandels auf Deutschlands Wälder. Hier wird hautnah erlebbar, mit welchen Herausforderungen unsere heimischen Wälder durch die sich verändernden klimatischen Bedingungen konfrontiert werden. Gleichzeitig wird aber auch erkennbar, wie diesen in Gestalt einer naturnahen Bewirtschaftung effektiv begegnet werden kann, um Flora und Fauna langfristig zu schützen.

Das Waldmanagement basiert auf einer Form der Bewirtschaftung, die den Wald in seiner ganzen Vielfalt erhält. Uralte Tannen dienen als wertvolle Samenbäume für die nächste Waldgeneration und ermöglichen eine flächige Naturverjüngung. Diese natürliche Verjüngung wird ergänzt durch gezielte Pflanzungen von Baumarten, die besser auf die Herausforderungen des sich wandelnden Klimas vorbereitet sind. So finden sich neben bewährten heimischen Baumarten auch klimaresilientere Arten wie Schwarznuss, Atlaszeder und Küstentanne. Biotopbäume und Totholz tragen dazu bei, die Artenvielfalt zu erhalten und sogar zu erhöhen – im Zusammenspiel nichts anderes als eine faszinierende Bandbreite an Waldstrukturen, die gemeinsam ein harmonisches Ökosystem bilden.

Ziel der Exkursionen in das Gerner Revier ist es, den Teilnehmern nahezubringen, wie eine vorausschauende und ökologische Waldbewirtschaftung uns dabei unterstützen kann, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen und den Wald als lebendigen Schatz für kommende Generationen zu bewahren.

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